"Das ist einfach krass"

Die besten Stimmen zur Auslosung

Die Gruppen für die Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft sind fix, die deutschen Teams kennen nun ihre Gegner für die Vorrundenspiele. Bei der Auslosung wurde aber auch die gesellschaftliche Bedeutung der WM hervorgehoben. Die besten Stimmen. 

Das sagen die Losfeen 

Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin Stadt Hamburg: „Hamburg ist eine super sportbegeisterte Stadt und das werden wir im August auch wieder zeigen, indem wir unsere Mannschaften nach vorne peitschen und frenetisch bejubeln werden. 

Ewald Lienen, Technischer Leiter FC St. Pauli: „Es geht nicht immer ums Gewinnen, es geht darum, gemeinsam Sport zu treiben – und wir wollen den Druck auf die Trainer nicht zu sehr erhöhen. Ich glaube, dass das dieser Sportart in Deutschland einen Schub geben kann.“ 

Marvin Willoughby, Sportlicher Leiter Hamburg Towers: „Ich hatte ehrlich gesagt kein Interesse an Rollstuhlbasketball, aber dann habe ich es einmal live erlebt – und jeder, der einmal in der Halle war, hat das Gefühl, das ist einfach krass, anders kann man es nicht ausdrücken. Ich kann jeden nur dazu einladen, sich das mal anzuschauen, aber ich gehe davon aus, dass das bei der Weltmeisterschaft sowieso passieren wird.“

Das sagen die Trainer 

Martin Otto, Frauen-Bundestrainer: „Auf dem höchsten Niveau mit den besten Spielern sich messen dürfen – deshalb habe ich diese Herausforderung angenommen. Wir werden alles dafür tun, das Bestmögliche herauszuholen. Ich habe die Gruppe ausgesucht, die vermeintlich leichter ist, in der Hoffnung, dass wir Kraft sparen, um die Power ins Viertelfinale reinzubringen, aber da werden wir auf jeden Fall einen Kracher haben.“ 

Nicolai Zeltinger, Herren-Bundestrainer: „Wir haben eine Heim-WM, das ist ein Riesen-Angebot, das hat man im Leben nicht so oft. Auch als Trainer hier zu sitzen und zu entscheiden, in welche Gruppe man will, das wird so auch nicht mehr passieren. Im Namen der sportlichen Leitung möchte ich einmal Danke sagen an das Organisationskomitee, an die Partner, Unterstützer, die Stadt. Wir werden da mit einer großen Euphorie, aber auch mit Gelassenheit rangehen – weil genau diese Balance in den Köpfen der Spielern zu finden, wird das Wichtige sein, um hier eine hervorragende Weltmeisterschaft zu spielen. Wir werden alles dafür geben, dass wir Hamburg stolz machen dürfen.“ 

Das sagen die Spielerinnen und Spieler 

Mareike Miller, Nationalspielerin: „Pool A ist definitiv stärker besetzt, das macht einen Start ins Turnier vermeintlich einfacher, gibt aber in jedem Fall schwierigere Überkreuzspiele. Am Ende ist es eine Qual der Wahl und kein Vorteil, sich da eine Gruppe auszusuchen.“ 

Anne Patzwald, Nationalspielerin: „Man muss auf jeden Fall jedes Spiel gewinnen, dann wird man Weltmeister. Man wird auch Weltmeister, wenn man die richtigen und wichtigen Spiele gewinnt. Man kann wie in der Vergangenheit auch mal einen Hänger haben,  aber der ist natürlich nie gewollt, deshalb wollen wir in der Vorbereitung Gas geben und gut starten.“ 

Maya Lindholm, Nationalspielerin: „Die WM ist alle vier Jahre, eins der größten Turniere überhaupt und dann noch im eigenen Land – das ist schon eine tolle Herausforderung. Ein WM-Titel fehlt mir ja sowieso noch – im eigenen Land wäre es umso schöner.“ 

Kai Möller, Nationalspieler: „Die Anspannung ist schon da, dass man sich freut, hier in Hamburg eine WM zu haben. Ich denke, dass alle Spieler alles dafür geben, in das Zwölferteam zu kommen, um hier in Hamburg spielen zu dürfen.“ 

Das sagen die Verantwortlichen 

Ulf Mehrens, IWBF-Präsident: „Wir erwarten großartige Spiele mit dem größten Feld, das es jemals gegeben hat. Ich weiß, dass es hier in Hamburg eine große Basketball-Community gibt und dass sich viele Menschen darauf freuen, Rollstuhlbasketball mal in der Live-Performance erleben zu dürfen. Wenn so viele Menschen alleine bei der Auslosung schon anwesend ist, sagt das einiges aus.“ 

Tony Kahlfeldt, WM-Geschäftsführer: „Die WM ist ein Riesending. Ich hätte, als wir angefangen haben, das zu organisieren, nie gedacht, dass wir auf einen so großen Zuspruch stoßen.“ 

Fotos: MSSP - michael schwartz sportphotos