Dr. Karl Quade: "Heim-WM Ansporn und Bürde zugleich"

Dr. Karl Quade, DBS-Vizepräsident Leistungssport, im Kurz-Interview

Eine Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft im eigenen Land, was bedeutet das eigentlich? Dr. Karl Quade, Vizepräsident Leistungssport im Deutschen Behindertensportverband und leidenschaftlicher Volleyballer, spricht im Interview über seine Erwartungen und Hoffnungen an die WM.

Warum unterstützen Sie die Basketball-WM in Hamburg?

Rollstuhlbasketball ist ein toller Mannschaftssport mit vielen technischen und taktischen Feinheiten. Da ich selber einmal als Volleyballer eine solche Sportart betrieben habe, fühle ich mich da zu Hause. Die vielen hoffentlich spannenden Spiele bei den Frauen und Männern werde viele Fans des Rollstuhlbasketballs und des paralympischen Sports überhaupt begeistern.

Was bedeutet es Ihnen, dass die WM im eigenen Land ausgetragen wird?

Eine WM im eigenen Land ist immer zugleich ein Ansporn und eine Bürde. Für unsere beiden Mannschaften ist es nicht leicht, hier frei aufzuspielen. Ich drücke allen Spielerinnen und Spielern die Daumen, dass sie es trotz der Heimatmosphäre schaffen und vor allem den Trainern, dass sie die richtige Einstellung erzeugen können. Die Ausrichtung einer großen Sportveranstaltung ist auch immer eine "Visitenkarte" des Landes. Wir wollen natürlich sehr gute Gastgeber sein und unser Land positiv präsentieren. Der Standort Hamburg wird dies bestens hinbekommen.

Warum freuen Sie sich auf die WM?

Mannschaftssport hat eine spezielle Dynamik. Da macht es Spaß, zuzuschauen. Besonderen Spaß macht es mir, weil ich natürlich viele unserer Spielerinnen und Spielern kenne. Da wird das Daumendrücken noch persönlicher.