„Auf der WM-Plaza findet jeder Besucher ein passendes Angebot“

Kultur- und Rahmenprogramm-Manager Jörg Schonhardt im Interview

Die Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft vom 16. bis 26. August im Hamburger Inselpark wird das herausragende Sportevent in Hamburg in diesem Sommer – aber auch um die Hallen herum wird allen Zuschauern und besonders den Familien ein bunter Mix aus Kultur, Musik und sportlichen Mitmachaktionen geboten. Jörg Schonhardt ist sich als Manager des Kultur- und Rahmenprogramms sicher, dass im Inselpark alle auf ihre Kosten kommen – und verspricht für die Eröffnungsfeier einen echten „Kracher“.

Herr Schonhardt, Michael Schulte wurde kürzlich als erster Hauptact für die Musikbühne bekanntgegeben. Hätten Sie anfangs damit gerechnet, dass es gelingt, den deutschen Teilnehmer des Eurovision Song Contest zum Rollstuhlbasketball zu bringen?

Nicht unbedingt, aber es ist umso erfreulicher, dass ein Künstler mit dem Bekanntheitsgrad von Michael Schulte sofort von unserer Anfrage begeistert war. Das zeigt die Bedeutung und Wahrnehmung der Veranstaltung über die Grenzen der Basketball-Szene hinaus. Aber natürlich werden wir noch zahlreiche weitere attraktive Acts präsentieren.

Können Sie da schon mehr verraten?

Generell haben wir darauf geachtet, eine möglichst große Vielfalt verschiedener Musikrichtungen abzubilden. Fast alle Künstler sind regional oder sogar überregional bekannt. Die Namen werden wir in den nächsten Wochen nach und nach auf unserer Facebookseite veröffentlichen. Für die Eröffnungsfeier ist es uns sogar gelungen, einen namhaften internationalen Gig zu verpflichten, der die Stimmung am 16. August in der edel-optics.de-Arena mit Sicherheit zum Kochen bringen wird.

Musik stellt einen großen Teil des kulturellen Rahmenprogramms dar. Was gibt es noch?

Neben den klassischen Musik-Gigs wird es viele weitere kulturelle Darbietungen geben, das sind beispielsweise inklusive Theaterstücke, Lesungen oder Auftritte von Jugendtanzgruppen. Besonders freuen wir uns darüber, dass auch mehrere Gruppen aus unseren Partner-Stadtteilkulturzentren sich im Rahmen der Veranstaltung präsentieren werden. Das können sowohl Stadtteilchöre oder andere Gesangsgruppen sein, aber auch Straßentheater, Gebärdenspracheworkshops oder Hip-Hop-Contests. Das Thema Inklusion ist dabei ständig präsent.

Sportmuffel sind also auch an der richtigen Adresse – aber was kann jemand erwarten, der sich aktiv sportlich betätigen will?

Natürlich ist die Rollstuhlbasketball-WM in erster Linie eine Sportveranstaltung und dementsprechend haben wir auch im Rahmenprogramm viele Mitmachangebote vorbereitet. Insgesamt wird es im Inselpark knapp ein Dutzend Flächen geben, auf denen sich Besucher jeden Alters austoben können. 

Was würden Sie sofort ausprobieren?

Besonders spannend ist unsere Active Area, auf der sich unter anderem 15 Fachbereiche des Deutschen Rollstuhlsportverbands und Mitglieder des Hamburger Sportbunds (HSB) präsentieren. Hier haben alle Besucher die Möglichkeit, sich einmal im Rollstuhl auszutesten oder Sportarten aus einer anderen Perspektive zu erleben. Daneben bieten wir über Kooperationen mit einer Kletterhalle und einem Hochseilgarten Schnupperkurse an. Wenn jemand Gefallen an einer Sportart findet, hat er gleich die passenden Ansprechpartner vor Ort, um diese eventuell in einem Verein weiterzuführen.

Sind auch spezielle Angebote für Kids dabei?

Da wir sehr viele Familien erwarten, haben wir uns hier sehr breit aufgestellt. Neben einem umfangreichen Kinderland bieten unsere Partner wie der HSB, der Verband für Turnen und Freizeit oder auch Parksportinsel e.V. zahlreiche Aktionen für die kleinsten Gäste an. Unter anderem gibt es eine Fahrradschule, eine Spielemeile oder die Möglichkeit, das inklusive Turnabzeichen abzulegen.

Wann sind Sie persönlich am 26. August abends glücklich?

Sportlich, wenn Deutschland mit mindestens einer Mannschaft eine Medaille holt und generell, wenn wir es geschafft haben, dass möglichst viele Menschen mit und ohne Behinderung nach ihrem WM-Besuch auch glücklich nach Hause gehen – weil ihnen die Veranstaltung als Ganzes gefallen hat und sie spüren, wie viel Herzblut wir über knapp zwei Jahre hinweg in die Organisation gesteckt haben.