Spanier finden rechtzeitig ihre WM-Form

Tag 6, Spiel #25m Japan - Spanien 50:52

Japan – Spanien 50:52 (10:14/19:26/29:44)

Paralympics-Silbermedaillengewinner Spanien hat rechtzeitig zu den Entscheidungsspielen seine Form wiedergefunden. Die Iberer, die in der Vorrunde drei Niederlagen hatten einstecken müssen, gewannen nun ihr Achtelfinale gegen die bis dato so überzeugend auftretenden Japaner mit 52:50 und zogen damit in die Runde der besten Acht ein.
 
Schien im ersten Viertel noch alles so zu laufen, wie man es nach dem bisherigen Turnierverlauf hatte erwarten können, drehten die Spanier im zweiten Viertel auf und zogen bis zur Halbzeit auf sieben Punkte davon. Die Japaner zeigten hingegen ungewohnte Schwächen im Abschluss und konnten nicht verhindern, dass die Spanier auch im dritten Viertel – angetrieben von Alejandro Zarzuela – auch im dritten Viertel die Oberhand behielten (18:10).
 
Doch die Japaner gaben sich trotz des 15-Punkte-Rückstands noch nicht geschlagen: Im Schlussviertel kamen die Japaner Punkt um Punkt heran und sorgten dafür, dass die Partie gegen Ende noch mal völlig auf der Kippe stand. Hiroaki Kozai vom RSV Lahn-Dill war zwar bester Werfer seines Teams (12 Punkte), vergab aber mit seinem letzten Wurf den möglichen Sieg oder zumindest die Verlängerung.
 
Bei den Spaniern, die fast ausschließlich die Starting-Five spielen ließen, verbuchte Jordi Ruiz 20 Punkte und acht Assists, Agustin Alejo addierte 16 Zähler, während Antreiber Zarzuela neben zehn Punkten auch 14 Rebounds holte und sechs Assists verteilte.

Shimpei Oikawa, Head Coach Japan
"Spanien hat ein gutes Spiel hingelegt, vor allem in der ersten Hälfte. Wir haben versucht, sie in der zweiten Halbzeit wieder einzuholen. Leider hat es knapp nicht gereicht. 
Wir haben immer noch einen guten Spielfluss. Auch wenn wir das Spiel verloren haben, konnten wir uns in diesem Spiel verbessern. Das nehmen wir mit in unser nächstes Spiel."

Óscar Trigo Diez, Head Coach Spain

"Dieser Sieg war sehr wichtig für uns. Wir haben unsere ersten drei Spiele wegen unserer wackeligen Abwehrarbeit geschuldet. Dieses Spiel war sehr wichtig, um wieder zurück in dieses Turnier zu kommen. Nur wenige haben uns zugetraut, dass wir gegen Japan gewinnen könnten. Aber wir haben wieder unseren Teamspirit gefunden und haben wieder Vertrauen in unser Spiel. Wir werden nicht aufhören zu kämpfen, bis zum Ende werden wir das tun. Wir freuen uns schon auf unseren nächsten Gegner. Deutschland wäre mir lieber, denn die Stimmung ist immer hervorragend wenn sie spielen."


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