Großbritannien zerstört deutschen Finaltraum

Tag 9, Spiel #39w: Deutschland - Großbritannien 37:60

Deutschland - Großbritannien 37:60 (6:13/14:35/29:49)

Die deutschen Rollstuhlbasketball-Damen haben bei der Heim-WM in Hamburg den Finaleinzug verpasst. Gegen ein starkes Großbritannien musste sich das Team von Head Coach Martin Otto im Halbfinale mit 37:60 geschlagen geben.

Die Britinnen waren vor allem in der ersten Halbzeit das stärkere Team, trafen die Körbe sicher und verteidigten kompakt. Deutschland konnte nur schwer das Tempo erhöhen und leistete sich zudem zu viele Fehlwürfe. Das deutliche Halbzeitergebnis war die Folge.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gestaltete Deutschland das Spiel offener, war vor dem Korb sicherer und holte sich sogar den Sieg im dritten Viertel. Auch im letzten Viertel versuchte der Gastgeber alles, um den Rückstand zu verkürzen. Letztendlich spielten die Britinnen dann mit Cleverness das Ergebnis herunter. So stand am Ende ein ebenso klarer wie verdienter Sieg zu Buche.

Angetrieben von einer starken Helen Freeman, die 31 Punkte und 12Rebound warf, darf Großbritannien nun vom ersten WM-Titel träumen. Bei den deutschen Spielerinnen war Mareike Miller mit 9 Punkten vorne mit dabei. Die deutsche Elf spielt nun morgen um Bronze, ehe Großbritannien im Finale antritt.

Martin Otto, Head Coach Deutschland:
"Es sollte ein Spiel auf Augenhöhe werden. Die Engländer sind sehr gut rein gekommen und wir haben vorne nicht getroffen. Wenn man dann 10 Punkte hinten liegt und man erst 2 Punkte gemacht hat, dann geht das ans Selbstbewusstsein. Ich habe versucht die Mannschaft zu puschen und immer an sie geglaubt. Aber das muss auch von den Spielern selbst kommen. Wenn der Frust erstmal da ist, dass die anderen treffen, obwohl wir eine gute Verteidigung hatten, dann ist es jedoch schwierig. In der Halbzeit hatten wir auch die Möglichkeit wieder näher ran zu kommen. Aber dann hat uns Freeman den Zahn gezogen und leider doch immer wieder einen freien Wurf bekommen und das hat uns letztlich gekillt. Großbritannien ist jetzt verdient im Endspiel und wir nicht. Heute hat die bessere Mannschaft gewonnen. Es muss auch eine Mannschaft geben, die verliert und das waren heute leider wir. Was wichtig ist und worauf ich stolz bin, dass die Mannschaft nicht aufgegeben hat. Es macht mich stolz, dass die Mannschaft alles gegeben hat, aber heute hat es eben nicht gereicht.

Miles Thompson, Head Coach Großbritannien:
"Es ist ein großartiger Sieg, es war eine enorme Anstrengung vom Team. Sie haben bestmöglich gespielt und das haben wir gebraucht. Für uns ist es das erste Mal, dass wir es ins Finale einer so großen Meisterschaft geschafft haben. Den Mädchen gebührt alle Ehre, sie haben die Arbeit geleistet. Wir hatten einen Plan, und er wurde umgesetzt. Es war brilliant."

Photo: MSSP-Michael Schwartz