Kanada siegt im Nordamerika-Duell und sichert sich Platz Fünf

Tag 10, Spiel #44w: Kanada - USA 53:68

USA - Kanada 53:68 (10:17/22:37/38:57)  
 
Im Spiel um den fünften Platz haben sich die kanadischen Damen bei der Rollstuhl-Basketball WM gegen den Dauerrivalen aus den USA klar durchgesetzt. Den Grundstein für den souveränen Erfolg legten die Kanadierinnen dafür schon in den ersten zwei Spielabschnitten. Zur Halbzeit führten der Weltmeister von 2014 bereits mit 15 Punkten. Auch nach der Pause ließ Kanada die Amerikanerinnen nicht mehr vom Haken und erhöhte den Abstand auf 19 Punkte. Die US-Damen schlugen erst im letzten Spielabschnitt zurück und entschiedenen das letzte Viertel mit 15:9 für sich. Dabei hatten Team USA sogar ein klares Übergewicht bei den Rebounds (38:29) und sogar ein etwas bessere Trefferquote (50% zu 45%) als die späteren Siegerinnen. Doch 20 Ballverluste und null Freiwurftreffer bei neun Versuchen waren ein zu große Hypothek für die USA.
Cindy Ouellet spielte für Kanada stark auf und verzeichnete neben 20 Punkten auch jeweils sechs Rebounds und sechs Assists. Kathleen Dandeneau und Arinn Young steuerten jeweils 14 Punkte zum Sieg bei.
Auf Seiten der Vereinigten Staaten war Rose Hollermann (19 Puntke/8 Rebounds/6 Assists) beste Spielerin.


 
Marc-Antoine Ducharme, Head Coach Kanada:
 

"Wir hatten das Spiel eigentlich jederzeit unter Kontrolle und konnten jeder Spielerin nochmal etwas Spielzeit geben. Wir hatten sechs neue Spielerinnen dabei und mit Blick auf Tokio war es wichtig, dass jeder im Kader etwas Erfahrung sammeln konnte. Schade, dass wir ausgerechnet im ersten KO-Spiel gegen China unser mit Abstand schlechtestes Spiel gemacht haben, denn sonst wäre mehr möglich gewesen als nur Platz 5. Das war schlechtes Timing. Aber so haben wir auch nochmal etwas gelernt."


 
Lawrence Johnson, Head Coach USA:


"Kanada hat den Sieg absolut verdient, sie haben einfach ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir haben eben noch eine Menge an jungen und unerfahrenen Spielerinnen, die erst noch etwas Erfahrung sammeln müssen. Natürlich ist man am Ende des Turniers nie ganz zufrieden, außer natürlich man steht ganz oben. Aber wir haben auch das jüngste Team des Turniers und alle anderen Mannschaften, die vor uns gelandet sind, haben eine bessere Infrastruktur in ihrem Sport. Ingesamt hat mein Team schon einen fantastischen Job gemacht."