Iran bleibt in der Erfolgsspur

Tag 6, Spiel #30m Iran - Südkorea 64:48

Iran – Korea 64:48 (16:18/30:27/45:41)

Das Nationalteam aus dem Iran steht in Hamburg im Viertelfinale um die Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft der Herren. In den so genannten Crossover-Spielen setzten sich die Vorderasiaten, die ungeschlagen durch die deutsche Vorrundengruppe kamen, auch im Achtelfinale gegen Korea, das ohne Sieg in den Gruppenspielen blieb, durch.

Dabei lieferten sich die beiden Kontrahenten über weite Strecken ein ausgesprochen ausgeglichenes Duell. Korea hatte den etwas besseren Start, lag nach dem ersten Viertel knapp vorn, der Iran aber drehte die Partie und ging mit einer knappen Drei-Punkte-Führung in die Halbzeitpause. Auch das dritte Viertel ging hauchdünn an die Iraner, die dann aber im Schlussabschnitt das Spiel in die Hand nahmen und klar zu ihren Gunsten entschied.

Der Iran zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung – vor allem der Starting-Five. Gleich drei Spieler erzielen um die 20 Punkte. Omid Hadiazhar packte noch zehn Rebounds für ein Double-Double drauf. Morteza Ebrahimi und Morteza Abedi verpassten das jeweils knapp. Für Korea hielten vor allem Dong Hyeon Gim (19 Punkte, 13 Rebounds) und Seung Hyun Cho mit 20 Punkten dagegen.


Mohammadreza Dastyar, Head Coach, Iran:
"Wir hatten sehr viel Stress vor dem Spiel. Wir belegen in der Gruppe A den ersten Platz und mussten mit der vierten Mannschaft der Gruppe B spielen. Korea ist unser langjähriger Rivale im asiatischen Raum. Wenn wir dieses Match nicht gewonnen hätten, wären wir Letzter der Gruppe geworden. Wir haben eine Gelegenheit, unter die  letzten vier im Turniers zu kommen. Korea ist eine großartige Mannschaft. Korea hat schon viele Freundschaftsspiele bestritten. Vor dem Spiel konnten wir an keinem Turnier im Weltcup teilnehmen. Wir hatten vor dem Turnier einige Probleme mit den Einrichtungen und unserer Ausrüstung. Aber durch unsere Solidarität in der Mannschaft, durch die Einheit unter den Spielern, konnten wir trotz aller Probleme gewinnen. Wir hatten ein schlechtes Bild in den vorherigen Spielen hinterlassen und wollten dieses auflösen."


Sa Hyun Han, Head Coach, Korea:
"Es ist schade, weil wir am Ende im letzten Quarter die Konzentration verloren haben. Heute haben wir gesehen, dass wir mit der Transition Probleme haben. Das wollten wir üben, damit wir uns verbessern."


Photo: uliphoto.de