Auf gute Zusammenarbeit

Gesetzliche Unfallversicherung unterstützt Rollstuhlbasketball-WM in Hamburg

Hamburg – 2018 wird die Hansestadt Hamburg für zwei Wochen zur Inklusions-Hochburg. Vom 16. bis 26. August wird dort erstmals in Deutschland die Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft ausgetragen.
Rund um die Wilhelmsburger edel-optics.de Arena kämpfen 28 Nationalmannschaften um den Titel. Ein großes Rahmenprogramm begleitet die Meisterschaften: Hier kann inklusiver Sport, also der
gemeinsame Sport von Menschen mit und ohne Behinderungen, in allen Variationen erlebt werden.
Sport, Kultur und Musik zum Ausprobieren und zum Mitmachen werden die Besucherinnen und
Besucher begeistern.
„Die Bedeutung des Sportes für Integration und Inklusion kann gar nicht hoch genug eingeschätzt
werden. Hamburg freut sich auf eine spannende Weltmeisterschaft im Rollstuhlbasketball. Und ich bin sicher: Viele werden nach dieser WM über den Behindertensport und das gemeinsame Leben von Menschen mit und ohne Behinderung anders denken, als bisher“, sagt Christoph Holstein, Staatsrat für Sport in Hamburg.
Unterstützt wird dieses Sportereignis von den in Hamburg ansässigen gesetzlichen
Unfallversicherungen, ihrem Spitzenverband und der berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik. Eine
entsprechende Vereinbarung mit dem WM-Ausrichter wurde am 5. September 2017 unterzeichnet.

Beteiligt sind:
- die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW),
- die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW),
- die Berufsgenossenschaft für Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation (BG
Verkehr),
- die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG),
- die Unfallkasse Nord (UK Nord),
- die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und
- das BG-Klinikum Hamburg (BGKH).

Sport hält fit und gesund und ist deshalb gerade für Menschen mit Behinderungen wichtig, um die volle gesellschaftliche Teilhabe im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention zu ermöglichen, nennen die beteiligten Vertreter der gesetzlichen Unfallversicherung einen der Gründe, warum sie sich für das Sportereignis engagieren. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen gewährleisten nach einem Arbeits- oder Wegeunfall sowie bei einer Berufskrankheit unter anderem die optimale medizinische Behandlung und sorgen für die Wiedereingliederung in das berufliche und soziale Leben. Sport ist dabei ein unverzichtbares Mittel in der Rehabilitation: Er fördert die körperliche und seelische Gesundheit gleichermaßen. Sport gibt Kraft, fördert die Mobilität, aktiviert, bringt Lebensfreude und lässt Gemeinschaft erleben. Es gibt keinen Spitzen- ohne Breitensport, gleichzeitig wirkt der Spitzensport motivationsfördernd und identifikationsstiftend. Diese Chance bietet auch die Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft 2018. Sie wird Höchstleistungen von Sportlerinnen und Sportlern mit Handicap zeigen. Menschen mit und ohne Behinderungen werden im gemeinsamen Erleben dieses Events zusammenkommen.
Bei der Rollstuhlbasketball-WM 2018 spielen 16 Männer- und 12 Frauenteams in 96 Partien zwei
Weltmeistertitel aus. Es werden über 1.000 Teilnehmende und mehr als 50.000 Zuschauerinnen und
Zuschauer erwartet.


Statements der Hamburger Trägerinnen der gesetzlichen Unfallversicherung zu Ihrem
Engagement im Rahmen der Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft 2018

Prof. Dr. Stephan Brandenburg, Hauptgeschäftsführer der BGW:
„Die BGW ist dem Thema Inklusion in besonderen Maße verbunden. Wir haben seit jeher unmittelbare Anknüpfungspunkte daran. So gehören zu unseren Versicherten auch die beschäftigten in zahlreichen Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und weiteren Einrichtungen der Behindertenhilfe. Sie alle – ob selbst mit oder ohne Behinderung – haben das Recht auf ein gesundes Berufsleben. Dafür treten wir ein. Ferner gehört zu unseren Aufgaben, Versicherten nach einem Arbeitsunfall oder einer berufsbedingten Erkrankung den Weg zurück in den Beruf und ins soziale Leben zu ebnen. Gerade hier spielt der Sport eine bedeutende Rolle. Gern unterstützen wir deshalb die Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft 2018. Sie ermöglicht uns 
unter anderem, im WM-Rahmenprogramm sportliche Betätigung als Förderung der Gesundheit
aber auch einer inklusiven Gemeinschaft zu machen.“


Dr. Stefan Hussy, Geschäftsführer der BGHW:
„Als Logistik-Partner der Rollstuhlbasketball-WM legen wir besonderes Augenmerk auf die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten im Handel und in der Warenlogistik. Diese ist auch wichtig, damit eine Veranstaltung dieser Größenordnung überhaupt reibungslos durchgeführt werden kann. Gerade hier in Hamburg liegt unser Fokus dabei auf dem Hafen, wo viele Ware umgeschlagen und gelagert werden. Beim Rangieren oder Rückwärtsfahren, aber auch beim Löschen und Laden passieren immer wieder schwere Unfälle. Und wenn dann doch etwas geschieht, sind wir mit einem großartigen Kliniknetzwerk in der Lage, die Betroffenen schnell wieder an den Arbeitsplatz zurückzubringen. Hier spielt der Rehasport für die Motivation und den
Genesungsprozess unserer Versicherten eine ganz entscheidende Rolle. Sie sehen: Menschen helfen, Sicherheit geben – alles aus einer Hand, dafür stehen wir bei den Berufsgenossenschaften und sind somit wertvolle Partner für unsere Betriebe. Die Rollstuhlbasketball-WM ist für uns eine hervorragende Gelegenheit, dies zu zeigen.“


Stefan Höppner, Mitglied der Geschäftsführung der BG Verkehr:
„Unsere Erfahrungen zeigen, wie wichtig Mobilität für die Rehabilitation und Teilhabe ist deshalb engagieren wir uns und setzen uns zusammen mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Integration von Menschen mit Behinderung in den Lebens- und Arbeitsalltag ein. Als Partner für Mobilität wollen wir dazu beitragen, die Rollstuhlbasketball-WM zu einem inklusiven Erlebnis für Hamburg zu machen.“


Prof. Bernd Petri, Mitglied der Geschäftsführung der VBG:
„Die VBG ist nicht nur die gesetzliche Unfallversicherung des Ausrichters der Rollstuhlbasketball-WM und ihr Partner für Prävention. Als Unfallversicherung des Sports weiß die VBG um die besondere Bedeutung von Präventionsmaßnahmen für die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler. Dies gilt genauso im Behindertensport. Wettkämpfe und das inklusive Sportprogramm in Hamburg werden auch VBG-Beschäftigte miterleben können. Sie werden dabei Erfahrungen machen, die in unserer Beratungspraxis sowohl inklusiven Sportunternehmen als auch Menschen mit Behinderungen zugutekommen.“


Petra Zilch, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der DGUV:
„Nach dem Tag ohne Grenzen, dem großen inklusiven Sportfest, das wir im Juni 2015 auf dem Rathausmarkt gefeiert haben, freuen wir uns jetzt auf die Rollstuhlbasketball-WM. Auch dort wollen wir mit Mitmachangeboten des inklusiven Breitensports die Besucherinnen und Besuche einbeziehen.“


Jan Holger Stock, Mitglied der Geschäftsführung der UK Nord:
„Sport motiviert, Sport integriert. Das bestätigen uns täglich unsere Versicherten, die nach schweren Arbeitsunfällen wieder beginnen Sport zu treiben. Sport ebnet aber auch Wege zur Inklusion. Als Trägerin der gesetzlichen Schüler-Unfallversicherung beraten wir Schulen zum Thema Inklusion. Darüber hinaus fördern wir seit drei Jahren das Projekt „Rollstuhlsport macht Schule“ in Schleswig-Holstein. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen. Vermittelt über Spiel und Sport erleben sie einen Tag lang, wie man die Welt im Rollstuhl meistert. Zum Schluss wird ein Rollstuhlbasketballmatch gespielt. Bei den meisten Schülerinnen und Schülern erwächst recht schnell ein Bewusstsein für die Barrieren im Alltag. Gleichzeitig erleben die Jugendlichen den Rollstuhl positiv als Sportgerät. Am Ende zählt die Begeisterung über sportliche Leistung und fairen Wettkampf. Ich wünsche der Rollstuhlbasketball-WM viele begeisternde Augenblicke. Ich hoffe, dass die Rollstuhlbasketball-WM der Inklusion einen starken Impuls über die Hansestadt hinaus gibt.